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White Canvas - Entformte Klänge
Die Musik von White Canvas ist mächtig, aber keine schwere Kost. Sperrig und doch unmittelbar zugänglich. Beseelte improvisierte Musik, die sich durch erneutes Hören permanent verändert. Nicht umsonst heißt ihre CD Hundreds Of Ways.
Franz X.A. Zipperer, Jazzthetik 03+04.10
Ein Album voller Entspannung und ruhiger Sphären, ergreifend für alle, die sich in der heutigen Welt auf ruhige Klänge einlassen können!
Hoerspiegel.de
„There are hundreds of ways to kneel down and kiss the ground“ – nach dem Gedicht des Sufi-Dichters Rumi ist das Album der Improvisationssängerin Rena Meyer Wiel und des Multi-Instrumentalisten Rolf Beydemüller benannt und bezeichnet die vielfältigen Wege, die die beiden gemeinsam in ihren Klangreisen gehen. Der Bandname „White canvas“ (die weiße, jungfräuliche Leinwand) steht für die Leere, das Loslassen vom bereits Existenten, um in einer unbegrenzten und offenen Begegnung Neues zu erschaffen. Aus Performances von Outdoor-Aufnahmen und Fragmenten von Konzertmitschnitten verwoben mit songähnlichen Stücken haben sie Geschichten geformt: „Erzählungen aus Tagen und Nächten an Ufern und Feuern, Gesänge von Berg und Wind, vielzungige Botschaften von Menschen und Wesen zwischen Himmel, Erde und Meer“. Farben und Klänge einer vieldimensionalen Welt und Erde, ohne Grenzen und Stile, sehr einzigartig.
Mane Steltzer, MELODIVA CD Tipp März 2010
Vögelzwitschern und eine hohe Stimme sind zu hören. Und ein gleich bleibender Sound. Dann schält sich noch eine Gitarre langsam heraus. „Hundreds Of Ways“ des Duos White Canvas beginnt sehr atmosphärisch, sehr langsam, sehr ruhig. Sängerin Rena Meyer Wiel und Gitarrist und Soundbastler Rolf Beydemüller, die sich selbst ganz treffend als Freistil-Musiker bezeichnen, haben hier sechzehn, zum Teil miniaturenhafte Soundgeschichten zusammengestellt, Outdoor-Aufnahmen und Fragmente aus Konzertmitschnitten zusammengebracht. Das Ganze klingt verträumt, verwunschen, mal mehr nach Soundgeflecht als nach einem echten Song, dann aber doch wieder konkret und mit Songstruktur. Das Album ist eine angenehme musikalische Reise durch Klänge und Stimme, auch mal leicht geloopt, immer aber sehr stimmungsvoll. In eine einzige Schublade passt diese Musik schwerlich. Muss sie aber auch nicht.
Christoph Giese, Jazzthing Februar/März 2010
Die weiße Leinwand wird ausgesprochen fantasievoll, abwechslungsreich und farbig gestaltet.
Folker 2.2010
„Vokalkunst, die die ganze Palette ausschöpft, von instrumentalem Einsatz der Stimme über Songs, bis zum Vortrag deutscher Texte, die ist in der improvisierten Musik immer noch ziemlich selten. Eine Meisterin darin ist Rena Meyer Wiel. Sie kommt nicht vom Jazz, sondern ursprünglich von der klassischen Musik, der Neuen Musik und Performance-Kunst. Intensiv beschäftigte sie sich mit der Musik fremder Kulturen. Heute sieht sie die Stimme vor allem als Instrument spiritueller Erfahrung. Musik sozusagen als Erschließung eines sakralen Raumes. Das ist auf ganz unprätentiöse und unmittelbar packende Weise auch das Programm ihres Duos mit dem Gitarristen und Soundscape-Gestalter Rolf Beydemüller. White Canvas, also „weiße Leinwand“, diesen Namen haben sich Rena Meyer Wiel und Rolf Beydemüller gegeben, in Anspielung auf die Offenheit, Unvoreingenommenheit und vielleicht auch Leere des Bewusstseins, die Voraussetzung für die Erfahrung von Fülle und Inspiration sind.“
Odilo Clausnitzer, WDR 3 „Jazzszene NRW“ 18. März 2010
Meyer Wiels eindrucksvolle Stimme scattet, singt geschmeidig in englisch, deutsch und Fantasiesprache, oft in mehreren Spuren übereinandergelegt, und irrlichtert (nichts anderes bedeutet "Will o' Wisp") durch die Arrangements. Bewegt sich dabei jedoch immer in hellen, freundlichen Regionen, die dem Ohr gut tun. In Zwiesprache mit den Nylonsaiten von Beydemüllers Konzertgitarre oder eingebettet in die transparenten elektronischen 'Soundscapes' des Partners. Der zupft meist verhalten sein Instrument, im perkussiven Kontext oder wie ein fernes Echo, überzeugt aber auch als traditioneller Begleiter.
...Die Stücke sind fließend und melodisch, bewegen sich zwischen filigran und Ambient-Groove. Mehrfach wurden auch Naturaufnahmen, Live-Takes und originale Ethno-Mitschnitte verwendet. Durch den Wechsel zwischen den eingängigen und den mehr jazzig-experimentellen, den puristischen und den üppigerer ausgestatteten Stücken entsteht eine gute Spannung, die die Scheibe abwechslungsreich und in einem Guss hörenswert macht. Mit freundlicher Empfehlung an den Kopfhörer.
Norbert Neugebauer, Rocktimes März 2010
...Freude und Melancholie, Vogelgesang und Echo, Traum und Wirklichkeit.
Folkmagazin Februar 2010
Presse vom Stimmen Festival 2009
Die europäische Uraufführung von Bobby McFerrins utopischer Oper BOBBLE wurde in der Presse als „geniale Performance und furioser Weltengesang“ gelobt.
Rena Meyer Wiel´s Mitwirkung und das Ensemble der 20 internationalen SolistInnen wurde dabei hervorgehoben als „qualitaiv sehr hochstehend und mit stimmlich großer Vielfalt und Präzision“.
im Scheinwerfer, Schweiz
In der Badischen Zeitung wurde die Sängerin unter den „hidden champions“ genannt, und im Folker klingt die Resonanz so:
„ ..als wenn sich Äußeres nach innen kehren wollte: Rena Meyer Wiel, weitgereiste Klangkünstlerin aus dem Rheintal, webte ein Netz aus ätherischen Vokallinien, die der eben noch verloren geglaubten Stille ihren Raum wiederschenkte.“
„Rena is not only a singer – she is an Artist of the Voice - transmitting her heart with the voice.“
Shinobu Kikucho
„In besonderem Maße beeindruckend das Solo von Rena. Wirklich hautnah an der Stille – sehr berührend!“
Rüdiger Schödel, Kulturlabor Glarisegg
„Rena Meyer Wiel has the kind of voice that 60’s composers looked for: a huge range, with the most differenciated attacks and a perfect technique, she can slip into the most diverse ethno-musical styles in a heart-beat. Arabian, japaneese or american idioms.“
Roman Brotbeck - nmz